CDU-Regionsverband
Sie sind hier: Presse und Meldungen
vorige Nachrichtnächste Nachricht
Download: Pressefoto Axel Brockmann. Bitte immer das aktuelle Foto verwenden!

Nach DIN-EN 840-1 muss aha 35,5 l Volumen für 40 l Tonnen mit dem Hersteller vereinbart haben.

18.05.2014

Falsche Abfallbehältergröße ist „für die Tonne“

Gerade im Umland der Landeshauptstadt Hannover, wurde die Umstellung von der Sackabfuhr auf die Tonne heiß diskutiert. Es gibt jeweils Argumente die sowohl für die Sackabfuhr, wie auch für die Tonnenabfuhr sprechen. Recht halbherzig hat der Abfallentsorger aha die Sackabfuhr noch zugelassen. Der langfristige Trend geht aber in Richtung einer kompletten Umstellung auf die Tonnenabfuhr. Schaut man beispielhaft auf die Stadt Garbsen, so berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) am 13. 05.2014, dass sich 5.700 Haushalte zur Umstellung auf die Tonne entschlossen haben. Eine Mehrheit von 7.700 Haushalten bleibt bei der Sackabfuhr. Kritisch ist die zufällig entdeckte, zu geringe Größe der 40 Liter Abfallbehälter in der Region.

Ein Problem mit einer zu geringen Größe von Abfallbehältern

Tonnezuklein.jpg
Wo 40 Liter stehen, müssen auch 40 Liter drin sein!
Messungen an der 40 Liter Restmülltonne haben ergeben, dass das Füllvolumen bei 35,5 Litern liegt. Selbst wenn man das Füllvolumen unter dem Deckel mit 2 Litern misst, ergeben sich mit 37,5 Litern Geamtvolumen noch 2,5 Liter zu wenig.

DIN EN840-1: Fahrbare Abfallsammelbehälter

Wie viele anderen Dinge in unserem Alltag, wird auch die Größe von fahrbaren Abfallbehältern von Normen festgelegt, in diesem Fall DIN EN 840-1. Ich habe einmal für Sie nachgelesen. Danach zeichnet sich ab, dass die zu kleine Realisierung der 40 Liter Restmülltonne weniger an unvermeidlichen Toleranzen in einem Herstellungsprozess liegt.

Hat aha zu geringe Tonnengröße bestimmt?

Die Norm DIN EN 840-1 erlaubt für Abfallbehälter der Klasse I (bis 120 Liter Volumen) eine Spannbreite für die tatsächlich gefertigte Größe, z. B. für eine 80 Liter Tonne 5 Liter weniger oder bis zu 18 Liter mehr (Seite 5, Tabelle 1: Volumen). In der Norm steht wörtlich:

„Da auf Grund der Toleranzen gewisse Nennvolumenüberschneidungen auftreten, müssen Kunde (Anmerkung: Abfallentsorger aha) und Hersteller entscheiden, welches Nennvolumen sie wählen“

Unter der Annahme, dass sich der Abfallentsorger aha und der Tonnenhersteller an geltendes Recht und an Normen halten und dass der Hersteller mit industriell üblichen Toleranzen fertigen kann, folgt daraus:

DIN EN 840-1: aha muss zu kleine 35,5 Liter Tonne selbst festgelegt haben.

Die neue Abfallentsorgungsgebühren in der Region Hannover mit überwiegenden und drastischen Gebührenerhöhungen stellen für die Bürgerinnen und Bürger kein Schnäppchenangebot dar. Wenn aha normgerecht gehandelt hat, kann die zu geringe Tonnengröße nicht Zufall sondern sein, sondern muss so von aha entschieden worden sein. Beides, die drastischen Gebührenerhöhungen und das bewusste Ausreizen von Normungstoleranzen können nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger der Region liegen. Den Stil, untere Grenzen von Normungstoleranzen auszureizen halte ich für unfair.

Als Regionspräsident werde ich auch an dieser Stelle die Interessen der Bürgerinnen und Bürger besser vertreten und auf fairere Lösungen hinwirken. Das wird systematisch erfolgen und nicht länger Zufallsfunden aufmerksamer Bürgerinnen und Bürger überlassen.

Links in der Presse

link... HAZ: Die 40-Liter-Restmülltonnen sind zu klein

link... HAZ: Aha leert auch überfüllte Mülltonnen.

link... HAZ: 5.700 Kunden ordern die Tonne, 7.700 bleiben bei Sackabfuhr.

link... HAZ: Viele Tonnen stehen falsch.

- Hier geht es zurück

Facebook asjdib CDU Regionsverband Hannover Pressefoto Axel Brockmann XHTML 1.0 Validierung

© Axel Brockmann 2014 - http://www.axel-brockmann.de